ATU modernisiert seine BI-Architektur: Von komplexen Datenströmen zu Echtzeit-Transparenz
Download Now
Unternehmensprofil
Mit rund 9.000 Mitarbeitenden, 525 Filialen und einem Jahresumsatz von knapp einer Milliarde Euro zählt ATU zu den führenden Serviceunternehmen im deutschen Automobilmarkt. Als bundesweit vernetztes Filial- und Werkstattunternehmen spielt der effiziente Umgang mit Daten eine zentrale Rolle im Tagesgeschäft. Tag für Tag entstehen dabei enorme, geschäftskritische Datenmengen aus Shop-, Service- und Personalprozessen, die entscheidend für Filialsteuerung, Kapazitätsplanung und Forecasts sind.
Um diese Informationen als strategischen Erfolgsfaktor zu nutzen, braucht es eine leistungsfähige und skalierbare Business-Intelligence-Architektur, die Transparenz schafft, Prozesse automatisiert und fundierte Entscheidungen in Echtzeit ermöglicht.
Wachsende Datenmengen bremsen Business Intelligence
Über viele Jahre nutzte ATU Cubeware als zentrale BI-Lösung. Mit dem starken Wachstum des Unternehmens stieß das System jedoch zunehmend an seine Grenzen. Aus verschiedenen Vorsystemen wie AX-Shop-Software, SAP, Webshop und Terminsoftware mussten enorme Datenmengen verarbeitet werden, häufig ohne ausreichende Dokumentation.
Unterschiedliche Auswertungslogiken in den Fachbereichen und das Fehlen eines einheitlichen Datenmodells erschwerten konsistente Analysen. Dadurch wurden Reportings immer aufwendiger und schwer vergleichbar, besonders für Filialleiter, die auf aktuelle und verlässliche Kennzahlen angewiesen sind. Schnell zeigte sich: Ohne eine moderne und skalierbare Datenintegrationsplattform ließ sich die Business-Intelligence-Strategie nicht fortsetzen.
Um die Grundlage für eine zukunftssichere Datenarchitektur zu schaffen, entschied sich ATU für eine Partnerschaft mit der HICO Group. Gemeinsam wurde die Datenintegration vollständig modernisiert. Qlik Talend Data Integration bildet das Rückgrat der neuen cloudbasierten Architektur. Ausschlaggebend waren die umfassende Erfahrung der HICO Group in der Migration komplexer BI-Systeme und ihre tiefgehende Expertise im produktiven Einsatz von Talend in Unternehmensumgebungen.
Von der Idee zur unternehmensweiten Datenplattform
- Björn Müller, Business Intelligence Architect, ATU
Die Umsetzung erfolgte schrittweise in enger Abstimmung zwischen Fachbereichen, BI-Teams und IT. In regelmäßigen Workshops wurden Datenstrukturen analysiert, Integrationslogiken definiert und produktiv umgesetzt. Bereits früh integrierte ATU zwei Jahre historischer Verkaufsdaten, um fundierte Planungs- und Forecast-Analysen zu ermöglichen. Gleichzeitig wurden Key-User geschult, sodass sie Integrationen, Monitoring und Systemerweiterungen künftig selbstständig betreuen können.
Heute übernimmt Talend die vollständige Integration der heterogenen Quellsysteme, von Filialverkäufen und Werkstattdaten bis hin zu Webshop-, SAP- und HR-Daten. Ergänzt wird die Architektur durch einen AWS S3 Data Lake für Rohdaten und Snowflake als zentrales Data Warehouse, in das Talend die aufbereiteten Daten überführt.
Das Ergebnis ist eine leistungsfähige und zukunftssichere Datenplattform, die Transparenz schafft, Prozesse beschleunigt und datengestützte Entscheidungen auf allen Ebenen unterstützt.
Transparenz in Echtzeit
Dank der neuen Datenarchitektur verfügt ATU heute über eine hochskalierbare und stabile Datenintegrationslösung. Die Zugriffszeiten auf zentrale Kennzahlen haben sich deutlich verkürzt, viele Daten stehen nahezu in Echtzeit zur Verfügung. Gleichzeitig stieg die Datenqualität spürbar, sämtliche Datenflüsse sind vollständig dokumentiert und jederzeit nachvollziehbar.
Davon profitieren insbesondere die Filialleiter und Fachbereiche, die nun schneller auf aktuelle Informationen zugreifen und fundiertere Entscheidungen treffen können. Analysen sind heute standortübergreifend verfügbar, verlässlicher und deutlich einfacher nutzbar. Damit hat ATU die Grundlage geschaffen, um datengetriebene Geschäftsprozesse nachhaltig zu steuern und weiterzuentwickeln.
Nach der erfolgreichen Einführung richtet ATU den Fokus auf die kontinuierliche Weiterentwicklung der Datenarchitektur. Geplant sind der Ausbau des zentralen Data Warehouse, die fortlaufende Verbesserung der Datenqualität sowie die Anbindung weiterer Vorsysteme. Darüber hinaus möchte das Unternehmen zusätzliche Automatisierungspotenziale nutzen, um Prozesse effizienter zu gestalten und den Mehrwert der Plattform weiter zu steigern.
Langfristig investiert ATU in Künstliche Intelligenz (KI) und innovative Analytics-Tools, um datengetriebene Prozesse stetig zu optimieren und neue Wertschöpfungspotenziale zu erschließen.